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Aufgabenstellung

Fragen:

Verhältnis Vater-Sohn?
Rolle der Erzieher: Einfluss von Elternhaus und Schule? Reaktionen von Hans Giebenrath?
(In einem Punkt zusammen gefasst)
Mittel der Konfliktdarstellung?
Lebenskonflikt von Hans Giebenrath?
(In einem Punkt zusammen gefasst)
Rolle von Schuhmacher Flaig?
Die Kleinstadt: Bürgertum (Philister) contra Außenseiter (Charakterisierung)





1.6.08 16:19


Verhältnis von Vater-Sohn




Joseph Giebenrath
Joseph Giebenrath ist ein normaler Bürger. Wie viele in der Kleinstadt hat er ein Haus einen Garten und ein Grab. Er ist nicht hochgradig begabt aber kann rechnen, lesen und schreiben. Er ist Mitglied im Bürgerverein. Er interessiert sich zwar für die Welt, das zeigt seine Vorliebe die Zeitung zu lesen aber von der Wissenschaft will er nichts wissen. Eigentlich führt er ein rundum perfektes Leben in der Mittelschicht der Kleinstadt. Er muss nicht am „Hungertuch“ nagen aber er ist auch kein Topverdiener. Doch er bewundert Leute die „über“ ihm in Sachen Geld stehen und will auch dort oben stehen. Da er dies selbst nicht erreichen kann versucht er daher seinen Sohn in der hohen Gesellschaft anzusiedeln damit er später einmal ein besseres Leben führen kann als er selbst. Ein häufig auftretendes Phänomen, dass Eltern unbedingt wollen dass ihre Kinder das erreichen was sie selbst niemals erreicht haben.

Hans Giebenrath
Hans Giebenrath ist eigentlich ein Mustersohn in der heutigen Zeit wäre jeder Vater stolz auf seinen Sohn wenn er so ein Begierde nach Wissen zeigen würde. Er hat versucht sich ständig weiterzubilden um ruht sich nicht auf seinem Wissen aus. Er geht sogar freiwillig zum Privatunterricht beim Stadtpfarrer um sich dort in den Ferien weiterzubilden. Jeder „normale“ Junge würde sich in den Ferien auf die faule Haut legen und sich von der Schule erholen doch er zieht das knallharte Programm stramm durch die Ferien.
Trotz seiner Wissbegierde hat er noch Zeit für seine eher wenigen Hobbys. Er geht gerne im Wald spazieren und sein wahrscheinlich größtes Hobby ist das Angeln bei dem er sich von der Schule versucht zu erholen.

An der Charakterisierung sieht man, dass Hans auch schon in gewisser Hinsicht alleine lernen würde ohne dass sein Vater immer mit erhobenem Zeigefinger hinter ihm stehen würde. Doch der Vater ist der Meinung, dass er seinen Sohn noch weiter fördern müsste damit dieser in seinem Leben viel erreichen kann. Doch dies schwingt auch bald um als der Vater seinem Sohn vor dem wichtigen Examen seine größte Leidenschaft verbietet: Das Angel. In dieser Zeit fühlt sich Hans sehr schlecht, weil er einfach keine Chance mehr hat abzuschalten und auch mal an etwas anderes zu denken.
Der Vater kennt seinen Sohn einfach zu wenig und überfordert ihn. Meiner Meinung nach denkt der Vater in dieser Situation nur an sich. Er will, dass sein Sohn gut dasteht und zwar vor dem ganzen Bürgertum der Kleinstadt er will zeigen dass seine Familie etwas besonderes ist und dass sie viel erreichen kann was sein Sohn von diesen Gedanken hält ist ihm eigentlich ziemlich egal.


1.6.08 17:14


Mittel der Konfliktdarstellung

 
In Hans Leben gibt es einen zentralen Konflikt. In dem es darum geht ob er lernen soll oder sich lieber beim Angeln vergnügen sollte.
An sich selbst weiß Hans, dass er lernen muss um sein Examen zu bestehen. Da er aber immer häufiger Kopfschmerzen beim lernen bekommt, weil sein Körper den immensen Druck nicht aushält. Geht er oft als Ausgleich zum Angeln. Dort angekommen plagt ihn aber das schlechte Gewissen, das wahrscheinlich auf seine strenge Erziehung der Eltern zurückzuführen ist, nichts zu tun und auf der faulen Haut zu liegen.
Zu diesem inneren Konflikt mit sich selbst tritt noch der „Konflikt“ zwischen dem Schuhmacher und dem Pfarrer.
Der Pfarrer will, dass Hans am besten den ganzen Tag lernt um ein nahezu perfektes Examen zu schreiben. Wenn es nach dem Pfarrer gehen sollte dürfte Hans keine anderen „Interessen“ als das Lernen zeigen.
Der Schuhmacher hingegen vertritt genau die andere Seite. Er versucht Hans davon abzuhalten zu viel zu lernen und versucht ihn eher in die Natur zu „ziehen“.

Der „Konflikt“ im Umfeld von Hans aber insbesondere der Konflikt im inneren von Hans „zerfressen“ den Heranwachsenden total. Er bekommt Kopfschmerzen und wenn er die Arbeit mal ruhen lässt sozusagen Entzugserscheinungen und Gewissensbisse, weil er nicht lernt.


1.6.08 17:35


Rolle von Schuhmacher Flaig

Der Schuhmacher ist eher ein einfacher Mann. Er hält nichts von übermäßigem lernen und versucht daher Hans gegen den Stadtpfarrer zu stellen. Persönlich hat Flaig nichts gegen den Stadtpfarrer da er selbst oft in die Kirche geht. Aber Flaig gefällt die Einstellung des Stadtpfarrers nicht. Er ist der Meinung, dass man z.B. in den Ferien nicht Privatunterricht nehmen sollte sondern auch mal abschalten sollte um sich und seinem Körper eine freie Minute zu gönnen. Flaig weiß eigentlich genau, was ein Junge in seinem Alter braucht und weiß ganz genau, dass niemand es auf Dauer aushält, wenn man jeden Tag nur an Schule denkt.
Das „Unternehmen“ Hans von dem Stadtpfarrer fernzuhalten missglückt aber sehr schnell als er Hans versucht klar zu machen, dass der Stadtpfarrer falsche Sachen aus der Bibel erzählen würde. Daraufhin wird Hans noch mehr angeregt häufiger zum Pfarrer zu gehen um noch mehr Details aus der Bibel zu erfahren.


1.6.08 18:59


Hans und das Bürgertum stehen in einem krassen Gegensatz.

Hans ist derjenige der immer alleine sein mag und keine Lust auf viel Trubel und Trara hat daher zieht er sich lieber zurück und angelt oder geht im Wald spazieren. Er liebt das Allein sein und lernt auch lieber um sich neues Wissen anzueignen als auf irgendwelchen Festlichkeiten zu sein um dort mit anderen Altersgenossen Spaß zu haben. Hans versucht auch gar keinen Kontakt zu anderen Gleichaltrigen zu finden, weil er ganz genau weiß, dass sie ganz andere Interessen haben als er selbst. Sie würden nie mit ihm Angeln gehen und wenn sie mitgehen würden könnten sie sich niemals so lange konzentrieren und den Mund halten. Kontakt hat Hans nur zu bestimmten Personen: Seinem Vater und Personen die er braucht um sein Examen zu bekommen. Zum Beispiel der Stadtpfarrer und der Schuster.

Das Bürgertum hingegen ist das genau Gegenteil „es“ liebt den Trubel und die Heiterkeit alle im Bürgertum lieben die Gemeinschaft sie veranstalten Feste oder gehen in die Bürgerversammlung. Sie halten nichts von Wissenschaften und haben nur das nötigste gelernt. Wollen aber im Gegenzug, dass ihre Kinder überaus Intelligent werden um einen guten Beruf zu „ergattern“. Das Bürgertum will, dass alles so bleibt es soll keiner aus der Reihe tanzen der sich nicht den Traditionen anpasst oder gar etwas ganz anderes erreichen will als alle anderen deshalb wird bei solchen Personen gelästert. Da keine Familie will, dass über sie gelästert wird versucht jedes Familienoberhaupt die Familie in „Zaum“ zu halten damit keiner aus der Reihe tanzt.
1.6.08 19:54


4.6.08 16:10


Charakterisiere die Beziehung von Hans Giebenrath zu Hermann Heilner


Hans Giebenrath und Hermann Heilner könnten unterschiedlicher nicht sein. Hans Giebenrath ist der tüchtige Junge der um alles auf der Welt der beste sein will. Hermann Heilner hingegen ist genau das Gegenteil, ihm ist es egal ob er der zwanzigste oder der zweite ist für ihn ist er nicht weniger wert als alle anderen die vor ihm stehen. Er macht nur das nötigste und gibt sich oft seiner Dichtung hin. Ganz anders wie Hans, welcher seit dem Umzug gar keine Hobbys mehr hat da er nicht mehr angelt und auch nur noch selten spazieren geht. Wenn Hermann an langen Abenden keine Lust mehr auf lernen hat kommt er in die Stube von Hans und nimmt ihm die Bücher weg um sich mit ihm zu unterhalten. Für Hermann ist das selbstverständlich für Hans hingegen könnte es nichts Schlimmeres geben. Er zwingt sich immer mehr dazu weiter zu lernen und kann nicht verstehen wie Hermann das egal zu sein scheint.
Auch ihre „Rangordnung“ in der Gruppe könnte unterschiedlicher kaum sein. Hans wird als Streber und Musterknabe angesehen, welcher alles für seine guten Zensuren tut. Hermann hingegen wird von den anderen als Dichter und Genie benannt. Hermann ist es egal, was die anderen von ihm denken was man auch in der Situation der Rauferei sieht. Nachdem er zurückzieht und sozusagen verloren hat ist es ihm egal ob alle anderen aus der Gruppe seine Tränen sehen, was der Meinung von allen anderen eine große Peinlichkeit ist, ist für Hermann nichts besonderes er zeigt seinen Gefühlen freien lauf und es ist ihm total egal was andere dabei über ihn denken. Auch in Sachen Schulmaterial haben die beiden eine ganz andere Vorstellung. Während Hermann den Atlas von Hans als künstlerische Anregung sieht „Köpfe auf die Weltkugel zu malen“ möchte Hans seinen Atlas nach der Schulzeit am besten so wieder finden wie er ihn erworben hatte. Für ihn ist das was Hermann macht sogar fast schon eine Tempelschändung es geht also schon für ihn fast in eine religiöse Sache über.
Trotz der vielen Unterschiede brauchen sich beide gegenseitig sehr dringend. Hans braucht Hermann damit er auch mal von dem harten Schulalltag abschalten kann und auch etwas Ruhe genießen kann auch wenn er es nicht wahr haben will. Hermann hingegen braucht Hans um sich bei ihm „auszuheulen“. Die Rolle der Mutter übernimmt hier Hans und Hans scheint die Rolle der Mutter sehr zu gefallen da er noch nie jemanden kennen gelernt hat der so an ihm gehangen hat.



5.6.08 17:21


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